VirtualBox – Windows 7 Gastsystem installieren

Um ein Windows 7 Gastsystem zu installieren und zu benutzen, geht man wie folgt vor:

  1. VirtualBox installieren
  2. Ein neues Gastsystem in Virtualbox anlegen
  3. Das Gastsystem konfigurieren
  4. Das Gastsystem starten und das Betriebssystem installieren
  5. Das Betriebssystem updaten und einrichten

Was benötigt wird:

  • Ein Internetzugang (um VirtualBox und Betriebssystem Updates herunterzuladen)
  • Eine Windows 7 DVD oder ein Image

VirtualBox installieren

siehe Virtualbox – Grundlagen

Ein neues Gastsystem in VirtualBox anlegen

Um ein neues Gastsystem anzulegen, klickt man auf den Button “Neu”. Es öffnet sich ein neuer Dialog.

  • Name und den Typ des Betriebssystems angeben:
  • Name: Windows 7
    Typ: Microsoft Windows
    Version: Windows 7

    windows7gast1

  • Arbeitsspeicher festlegen:
  • Als Arbeitsspeicher wird ein Teil des echten Arbeitsspeichers des Hostsystems für das Gastsystem reserviert. Da ich 16 GB RAM eingebaut habe, ist es kein Problem, wenn das Gastsystem 4 GB RAM bekommt. Mehr als 4 GB bei Windows 7 32bit nicht sinnvoll, denn die 32bit Version kann nicht mehr als 4 GB Arbeitsspeicher erkennen.

    windows7gast2

  • Festplatte erzeugen:
  • Es wird eine neue Datei auf dem Computer erzeugt, die dann die virtuelle Festplatte beinhaltet. Ein sogenanntes Image.

    windows7gast3

    Die standard VirtualBox Festplatte ist VDI.

    windows7gast4

    Bei einer dynamisch allozierten Festplatte ist das Festplattenimage immer nur so groß, wie die Daten, die es beinhaltet. Werden im Gastsystem mehr Daten abgespeichert, dann wächst auch die Imagegröße. Ein Vorteil ist dabei, dass man die Virtuelle Festplatte größer machen kann, als der reell verfügbare Speicherplatz, und dass kein Speicherplatz vergeudet wird.
    Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn man das Image auf einer SSD abspeichert, da diese meistens nicht sehr groß ist. Aber wenn möglich sollte man ein Gastsystem Image durchaus auf die SSD legen, um von der Geschwindigkeit der SSD zu profitieren.

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    Die Festplattengröße lege ich hier auf 50 GB. Das stört nicht bei einer dynamisch allozierten Festplatte, da hier die 50 GB nicht sofort auf der Festplatte reserviert werden, sondern erst, wenn sie benötigt werden.

    windows7gast6

    Nachdem das Gastsystem angelegt wurde, sollte alles folgendermaßen aussehen:

    windows7gast7

    Wenn man in das Benutzerverzeichnis wechselt, sollte dort im Verzeichnis “VirtualBox VMs” ein neues Unterverzeichnis “Windows 7” angelegt worden sein (z.B: “C:\Users\Jochen\VirtualBox VMs\Windows 7”), das unter anderem das Image und Einstellungsdateien enthält.

    windows7gast8

    Das Gastsystem konfigurieren

    Um das Gastsystem zu konfigurieren, wählt man im linken Menü das Gastsystem aus und klickt auf den Button “Ändern”. Es öffnet sich ein neuer Dialog.

  • Menüpunkt: System – Reiter: Hauptplatine
  • Man sollte kontrollieren, dass in der Boot-Reihenfolge sowohl “CD/DVD-Rom” als auch “Platte” ausgewählt ist, und dass “CD/DVD-Rom” vor “Platte” steht.
    Des Weiteren sollte man “IO-APIC” aktivieren, wenn man mehrere Prozessoren im Gast verwenden will.

    windows7gast9

  • Menüpunkt: System – Reiter: Hauptplatine
  • Da mir 8 Prozessoren zur Verfügung stehen und ich ein leistungsfähiges Gastsystem benötige, wähle ich hier 4 Prozessoren aus.

    windows7gast10

  • Menüpunkt: Anzeige – Reiter: Anzeige
  • Da ich wie gesagt ein leistungsfähiges Gastsystem benötige, aktiviere ich hier sowohl 2D- als auch 3D-Beschleunigung, und weise dem Gastsystem den maximalen Grafikspeicher zu. Dieser kann sich automatisch für Gast oder Host zur Verfügung stellen.

    windows7gast11

  • Menüpunkt: Massenspeicher
  • Hier wähle ich das bereits erstellte virtuelle optische Laufwerk aus und weißt ihm entweder ein echtes optisches Laufwerk zu, in dem die Installations-DVD eingelegt wird, oder man weißt ein Image zu.

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    Danach wähle ich die bereits erstellte virtuelle Festplatte aus und setze hier den Hacken “SSD-Laufwerk”

    windows7gast12b

  • Menüpunkt: Netzwerk – Reiter: Adapter 1
  • Ein aktiver Netzwerkadapter reicht aus. Aber ich möchte diesen mit einer Netzwerkbrücke an meinen echten Adapter anschließen. Dadurch kann ich das Gastsystem in mein normales Netzwerk mit einbinden, mit eigener IP Adresse, als ob es ein normaler Rechner wäre.

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    Das Gastsystem starten und das Betriebssystem installieren

    Um das Gastsystem zu starten, wählt man im linken Menü das Gastsystem aus und klickt auf den Button “Starten”. Es öffnet sich ein neuer Dialog, der das Gastsystem beinhaltet.
    Das Gastsystem sollte jetzt von der Installations-DVD booten und es kann mit der Windows Installation begonnen werden.

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    Das Betriebssystem updaten und einrichten

  • Hardware überprüfen
  • Nachdem man Windows 7 installiert hat, kann man zum Beispiel im Taskmanager kontrollieren, ob der Arbeitsspeicher und die CPUs richtig erkannt wurden:

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    4 GB RAM, 4 CPUs, auch das Netzwerk und der Internetzugriff funktionieren bereits.

    Man kann nun rechts unten in der Statusleiste des Gastsystem Fensters einige Icons erkennen. Das erste Icon wird regelmäßig blinken. Es zeigt die Festplattenaktivität an. Das zweite Icon zeigt das DVD Laufwerk an. Mit einem Rechtklick öffnet sich ein Menü. Dort sollte man “Medium entfernen” wählen, damit die Installations-DVD wieder aus dem Laufwerk entfernt wird.

  • Gasterweiterungen
  • Die Gasterweiterungen sollten auf dem Gastsystem installiert werden, um es zu optimieren. Dazu zählt z.B. Grafikoptimierung, Treiber, Maus-Integration usw.
    Hier gibt’s dazu noch mehr Infos:

    Die Gasterweiterungen befinden sich auf einem Image, das bei der Installation von VirualBox mit auf das Hostsystem kopiert wird. Die Gasterweiterungen kann man ganz einfach ins DVD Laufwerk des Gastes einbinden, indem man im Menü auf “Geräte”, und dann auf “Gasterweiterungen installieren …” klickt.

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    Die Installation sollte automatisch starten. Einfach den Installationsanweisungen folgen und danach das Gastsystem neu starten.

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    Sicherheitsabfragen mit “Installieren” bestätigen.

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  • Windows Updates installieren
  • Man sollte sein Gastsystem auf den aktuellen Stand bringen, indem man alle Windows Updates installiert.
    Sinnvoll ist des Weiteren, das System zu aktivieren (falls dies nicht bereits bei der Installation geschehen ist, denn auch ein Gastsystem benötigt eine Aktivierung und eine gültige Windows Lizenz.
    Auch ein Anti-Viren-Scanner sollte installiert werden.

  • Sicherung anlegen
  • Zuletzt ist es empfehlenswert, das komplette Gastsystem zu sichern, um es nicht wieder komplett neu installieren zu müssen, falls etwas schief läuft. Die Sicherung ist denkbar einfach. Man kopiert einfach den Ordner in den Virtualbox das Gastsystem (Festplattenimage + Einstellungsdateien) speichert und fertig!

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    Heimnetzwerk & Heimkino – Das Tutorial

    Was dieses Tutorial ist:

    – Dieses Tutorial ist ein Wegweiser zum Aufbau eines Heimzetzwerkes und zum Einrichten eines Heimkinos.
    – Eigentlich ist es eine Zusammenfassung aus mehreren kleineren und größeren Anleitungen. Man kann sich auch diese herauspicken, die man benötigt.

    Warum ich dieses Tutorial schreibe:

    – Als Denkstütze für mich selbst: Um so besser etwas eingestellt ist, desto weniger braucht man sich darum kümmern. Um nicht zu vergessen, was ich alles eingestellt habe, schreibe ich diese Anleitungen.
    – Als Hilfe für Neulinge und Fortgeschrittene. Viele dieser Tutorials sind sehr anschaulich mit Bildern beschieben. Allerdings versuche ich mich textlich auf das Wichtigste zu beschränken. Wer zusätzlich Hilfe benötigt, kann gerne nachhaken.

    Aufbau meiner Heimnetzwerke:

    network1

    network2

    Einrichtung des Heimnetzerks:

    • Aufbau eines Heimnetzwerks
      • Komponenten (Modem/Router/AccessPoint/Repeater/Switch/Hub)
      • Verbindungen (LAN/WLAN/Powerline)
    • Router
      • Zugang zum Router
      • Internet Zugangsdaten eingeben
      • LAN konfigurieren
      • WLAN konfigurieren
      • Ports freigeben
      • Feste Domain zuweisen
      • Sicherung anlegen
    • AccessPoint
      • Zugang zum AccessPoint
      • LAN konfigurieren
      • WLAN konfigurieren
    • FileServer
      • Vor-/Nachteile: Server – NAS
      • Linux installieren
    • Clienten
      • Windows
      • Linux
      • Android
      • OS-X
      • iOS
    • MediaCenter
      • MediaPortal
      • XBMC
      • DLNA
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    VirtualBox – Grundlagen

    Viele sind schon einmal vor dem Problem gestanden, dass sie ein Betriebssystem oder eine Software ausprobieren wollten, aber es nicht einfach auf dem aktuellen Betriebssystem ausprobieren wollten oder konnten. Gründe dafür gibt es genug. Zum Beispiel möchte man nicht seine System Festplatte partitionieren, oder eine zweite Festplatte einbauen, um ein Betriebssystem zu testen. Oder man möchte Software testen, die potentiell gefährlich ist, auf dem aktuellen Betriebssystem nicht lauffähig ist, oder man ganz einfach sein System nicht zumüllen möchte mit einer Software, die man nur vorübergehend benötigt.

    Die Lösung für all diese Probleme ist ein virtuelles Betriebssystem zu emulieren. Das virtuelle Betriebssystem wird vom Hauptsystem aus gestartet oder installiert. Dabei nennt man das Hauptsystem (mit dem man regulär arbeitet) ‘Host’ oder ‘Host Betriebssystem’.

    Die Kombinationen aus Host und virtueller Maschine sind vielfältig.
    Man kann z.B. auf Ubuntu Linux als Host, Windows XP oder Mac OS-X als virtuelles System installieren. Oder nutzt als Host System Windows 7 und installiert dort als virtuelles System einen Debian Linux Server oder Android 4, oder man startet nur eine openSuse Live CD. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Natürlich kann auch das ‘gleiche’ Betriebssystem als virtuelles System auf dem Host installiert werden. Also z.B. Windows 8 als Host, und darin läuft nochmal Windows 8 als virtuelle Maschine.

    Beispiele

    Host: Windows 7
    Virtuelle Maschine: OpenSuse
    virtualbox2

    Host: Windows 7
    Virtuelle Maschine: Android 4.1
    virtualbox3

    Host: Windows 7
    Virtuelle Maschine: Windows Server 2012
    virtualbox4

    Vorgehensweise

    So erzeugt man eine virtuelle Maschine:

    • Eine Software auf dem Host installieren, die virtuelle Systeme anlegen und verwalten kann.
    • Mit dieser Software ein neues virtuelles System anlegen.
    • Diesem System eine neue virtuelle Festplatte zuweisen. Die Festplatte sieht man im Host Betriebssystem danach nur als eine Datei.
    • Grundeinstellungen für das virtuelle System festlegen.
    • Mit Hilfe dieser Software das virtuelle System starten. Es zeigt sich als Fenster im Host Betriebssystem.
    • Installation eines virtuellen Betriebssystems auf der virtuellen Festplatte, falls es sich nicht um ein Live System handelt, das nicht installiert werden muss.

    Nach der Installation kann man mit dem System so ziemlich fast alles machen, was man mit dem Host System auch machen kann. USB Anschlüsse oder Laufwerke können durchgeschleust werden. CPU, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Netzwerkkarte und vieles mehr kann gemeinsam genutzt werden.

    Es gibt verschiedene Programme, mit denen man virtuelle Systeme verwalten kann. Mein Favorit ist VirtualBox. Es ist wohl der bekannteste Emulator für Betriebssysteme, ich werde nur auf diese Software eingehen.

    VirtualBox herunterladen/installieren/starten

    Zunächst muss VirtualBox heruntergeladen und installiert werden:
    Virualbox Website

    Dabei ist darauf zu achten, dass man die aktuellste Version für sein Host System herunterlädt:
    virtualbox1

    Beim ersten Start sollte alles so aussehen:
    virtualbox5

    Posted in VirtualBox

    KeePass – URL

    KeePass ist eine Software, mit der man kompfortabel seine persönlichen Benutzerkonten und dazugehörige Passwörter speichern, verwalten und z.B. mit einem Masterpasswort schützen kann.

    KeePass Website

    Man hat bei jedem Eintrag die Möglichkeit, im Feld “URL” einen direkten Link zum Login Screen des entsprechenden Accounts anzugeben.

    keepass1

    Wenn man nun einen Eintrag mit URL speichert, kann man automatisch die Login-Seite aufrufen, indem man z.B. in der Tabelle einen Doppelklick auf die URL ausführt.

    keepass2

    Danach kann man die Login Daten manuell eingeben oder noch besser, man setzt den Cursor in das “Benutzer”-Feld der Login Seite, geht dann zurück zum KeePass Eintrag, und wählt: ‘Rechtsklick’ – ‘Auto-Type ausführen’. Danach werden der Benutzername und das Passwort automatisch eingefügt. Auch der Klick auf den Login-Button erübrigt sich.

    keepass3

    Wichtig ist, dass die URL mit “http://” oder “https://” beginnt, damit KeePass erkennt, dass es sich um einen Link zu einer Internetseite handelt.

    Das Ganze kann auch noch mit Plugins wie KeeForm soweit vereinfacht werden, dass ein Doppelklick auf die URL die Seite im gewünschten Browser öffnet und sofort den Login ausführt.

    KeeForm Website

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    KeePass – Schema-spezifische URL-Überschreibungen für WinSCP und Putty

    Eingebaute URL-Überschreibungen

    Beim Doppelklick auf die URL wird normalerweise der Standardbrowser geöffnet.
    Das kann man in den Einstellungen ändern unter: ‘Extras’ – ‘Optionen’ – ‘Integration’ – ‘URL-Schemaüberschreibungen…’

    keepass4

    Es gibt hier schon sog. “Eingebaute Überschreibungen”, die nicht bearbeitet werden können. Wenn man also gerne seine Links standardmäßig mit Firefox öffnen möchte, dann muss man hier einfach nur die entsprechenden Haken setzen bei:

    http       cmd://{FIREFOX} "{URL}"
    https      cmd://{FIREFOX} "{URL}"

    und alle anderen Haken deselektieren.

    Benutzerdefinierte URL-Überschreibungen

    Das URL Feld kann noch viel mehr als nur Links im Browser öffnen. Man kann damit auch andere externe Programme ausführen, und sofern diese externen Programme auch Kommandozeilenargumente akzeptieren, kann man diese auch nutzen, um zusätzlich Inhalte aus anderen Feldern des KeePass Eintrages zu übergeben.

    Dazu kann man “Benutzerdefinierte Überschreibungen” hinzufügen

    keepass5

    Das Vorgehen werde ich hier anhand von zwei Beispielen erläutern die ich selbst oft in der Praxis verwende.

    1. Automatischer Aufbau einer FTP/SFTP Verbindung mit WinSCP

    WinSCP Website

    Schema: ftp
    URL-Überschreibung:

    cmd://"C:\Program Files (x86)\WinSCP\WinSCP.exe" ftp://{USERNAME}:{PASSWORD}@{URL:RMVSCM}

    Schema: sftp
    URL-Überschreibung:

    cmd://"C:\Program Files (x86)\WinSCP\WinSCP.exe" sftp://{USERNAME}:{PASSWORD}@{URL:RMVSCM}:{S:Port}

    Erläuterungen:

    • Schema: ftp bzw. sftp – So beginnt später der “Präfix” in der URL-Zeile eines KeePass Eintrages (ftp:// bzw. sftp://).
    • cmd:// – Der Befehl wird in der Windows Kommandozeile abgesetzt.
    • “C:\Program Files (x86)\WinSCP\WinSCP.exe” – Voller Dateipfad zur auszuführenden Exe- oder Batch-Datei (hier in Anführungsstrichen, da der Pfad Leerzeichen enthält).
    • sftp://{USERNAME}:{PASSWORD}@{URL:RMVSCM}:{S:Port} – String zum Aufbau einer SFTP Verbindung.
      Genereller Aufbau: VERBINDUNGSART://BENUTZERNAME[:PASSWORT]@FTPSERVER-URL[:PORT][/PFAD].
      Passwort, Port und Pfad sind optional. Wenn das Passwort weggelassen wird, fragt WinSCP dieses vorher ab. Das ist zwar sicherer, da es nirgends im System oder Zwischenspeicher hinterlegt wird, allerdings auch unbequemer. Wenn der Port weggelassen wird, wird der Standardport verwendet (FTP=21; SFTP= 22). Wenn kein Pfad angegeben wird, zeigt WinSCP des Root Verzeichnis nach dem Login.
    • ftp:// bzw. sftp:// – Art der Verbindung. (Dies ist wichtig für WinSCP und hat nichts mit dem URL Feld des KeePass Eintrages zu tun.
    • {USERNAME} – “Benutzername” Feld des KeePass Eintrages.
    • {PASSWORD} – “Passwort” Feld des KeePass Eintrages.
    • {URL:RMVSCM} – “URL” Feld des KeePass Eintrages: Hier tragen wir den FTP-/SFTP-Server ein, zu dem wir verbinden möchten. Die Angabe “:RMVSCM” bedeutet, dass hier das Präfix (z.B. ftp:// oder sftp:// wieder abgeschnitten wird).
    • {S:Port} – “Port” Feld des KeePass Eintrages. Da es standardmäßig kein “Port” Feld in einem KeePass Eintrag gibt, fügen wir im Reiter “Erweitert” manuell ein Feld hinzu, dass den Feldname “Port” erhält und als Feldwerd die entsprechende Portzahl. Dies habe ich nur bei SFTP benutzt, da ich bei FTP immer über den Standardport arbeite. Allerdings erfordert dies, dass ich bei SFTP IMMER einen Port angeben muss.

    Beispiele für einen Keepass Eintrag für SFTP:

    keepass6

    keepass7

    Nachdem alles abgespeichert wurde, sollte eine Doppelklick auf die URL des KeePass Eintrags (in der Tabellenansicht) genügen, um WinSCP zu öffnen und automatisch verbinden zu lassen.

    ALTERNATIV:

    Wenn es nicht erwünscht ist, dass ein Kommandozeilenbefehl mit dem unverschlüsselten Passwort abgesetzt wird, wäre eine Alternative, dass man in WinSCP eine Session speichert und in die KeePass URL z.B. den Name der Session integriert.

    Vorteile:

    • Das Passwort wird von WinSCP verschlüsselt in der Registry oder in einer INI Datei hinterlegt.
    • Der Port wird von WinSCP gespeichert. Es ist kein zusätzliches Feld in KeePass für den Port notwendig.
    • In einer WinSCP Session kann zusätzlich ein Arbeitsverzeichnis auf dem Homerechner gespeichert werden, dass auch automatisch geöffnet wird.

    Nachteile:

    • Wenn man in KeePass den Benutzernamen/Passwort/Port/Server ändert, muss dieser zusätzlich in der WinSCP Session geändert werden.

    Beispiel:

    WinSCP Session speichern:
    winscp1
    winscp2

    KeePass Schema-spezifische URL-Überschreibung:

    Schema: winscp
    URL-Überschreibung:

    cmd://"C:\Program Files (x86)\WinSCP\WinSCP.exe" {URL:RMVSCM}

    KeePass Eintrag URL:

    winscp://Verbindung1

    (Weitere Werte im Eintrag sind theoretisch nicht erforderlich)

    2. Automatischer Aufbau einer SSH Verbindung mit Putty

    Schema: ssh
    URL-Überschreibung:

    cmd://"{APPDIR}\putty.exe" -ssh {USERNAME}@{URL:RMVSCM} -P {S:Port} -pw {PASSWORD}

    Erläuterungen:

    • Schema: ssh – So beginnt später der “Präfix” in der URL-Zeile eines KeePass Eintrages (ssh://).
    • cmd:// – Der Befehl wird in der Windows Kommandozeile abgesetzt.
    • “{APPDIR}\putty.exe” – Voller Dateipfad zur auszuführenden Exe- oder Batch-Datei (hier in Anführungsstrichen, da der Pfad Leerzeichen enthält). Die Variable {APPDIR} ersetzt hier den Pfad, in dem sich die WinSCP.exe bedindet. Da Putty nicht installiert werden muss, habe ich die Datei Putty.exe einfach in das selbe Verzeichnis kopiert, in dem sich die Datei WinSCP.exe befindet.
    • -ssh {USERNAME}@{URL:RMVSCM} – String zum Aufbau einer SSH Verbindung.
    • -P {S:Port} – Übergabe des Ports.
    • -pw {PASSWORD} – Übergabe des Passworts.
    Posted in KeePass